Curry & Heuschrecken – Street-Food-Karawane 2016 in Bremen

Burger, Curry oder frisch gebratene Insekten – an diesem Wochenende bietet das Street Food Event auf dem Bremer Hillmannplatz an 15 Foodtrucks und 10 Garküchen leckere Besonderheiten aus aller Welt. Heute (Samstag) von 11 bis 20 Uhr, morgen von 11-18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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In Bremen wird bereits von gutem Wetter gesprochen, wenn es nicht regnet. Demnach war das Wetter heute gar nicht so schlecht, auch wenn frühlingshafte Temperaturen und die Sonne keine Lust hatten. Immerhin die Krokusse blühen schon. Dafür hatten aber viele Menschen Lust auf dem Hillmannplatz zu erscheinen. Es war wahnsinnig voll. Wir haben lange nicht mit so einem Andrang gerechnet, auch wenn wir einiges mehr erwartet haben, als damals beim Street Food Event in der Überseestadt. Hier könnt ihr unseren Bericht dazu nochmal nachlesen.

Viele Leute, viel Gedrängel, lange Schlangen und aufpassen, dass die Jacke nicht mit Soße aufgepimpt wurde. Auch wenn die Stimmung schön war, der Platz war für die Menge der Leute und die der Trucks zu klein. Nun ja, wir haben uns selbstverständlich trotzdem auf den Weg in das Gewühl begeben und uns erstmal in Ruhe umgeschaut. Eine wirkliche Ordnung gab es nicht, der Platz war leicht unübersichtlich gestaltet und vor allem konnte man vor lauter Menschen leider erst relativ spät sehen und lesen, was es bei dem jeweiligen Truck überhaupt gab.

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wir haben dort übrigens nicht gegessen – auch wenn wir schön sind. Sah aber sehr lecker aus, nächstes Mal bestimmt!

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Bei den vielen und leckeren Anblicken kam dann natürlich auch der Appetit. Burgertrucks & Currybuden (Currywurst, indische Currys, etc.) waren in der Überzahl, aber gerade das veranlasste uns etwas, für uns, neues auszuprobieren: Cachanga – indianisches Essen. Ein Stand der seit über 20 Jahren auf internationalen großen Musikfestivals zuhause ist. Es gibt dort Gerichte von den Inka aus Peru, den Hopi aus Arizona und den Blackfoot (Kanada / USA). Die Rezepte sind alle indianischen Ursprungs und mussten nur leicht verändert werden. Wenn ihr mehr über den Truck Cachanga erfahren wollt, könnt ihr das hier. Wir haben uns für das Gericht desselben Namens entschieden: Cachangas. Fritiertes Gemüse in einem Gewürzteig, in Anlehnung an ein Rezept der Inka. Soßen gibt es zur Selbstbedienung: scharfe Chilisoße oder Knoblauch-Joghurt-Soße. Außerdem gibt es noch eine Hackfleischpfanne- oder Gemüsepfanne mit Reis, Kartoffelröllchen mit Cremefüllung, Süßkartoffelpommes und Cranberrykrapfen.

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Unsere Cachangas waren sehr fettig (frittiert halt!), aber (vermutlich gerade deswegen) unheimlich lecker. Eine große Portion, die wir uns zu zweit geteilt haben und die wirklich extrem gesättigt hat. Das Gemüse haben wir gut rausgeschmeckt und zusammen mit dem knusprigen Teig, war es einfach toll. Die Soße brauchten wir nicht einmal. Würden wir definitiv wieder bestellen!

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Vollgefuttert mit Fett und Gemüse, musste nun was Süßes her. Und das war gar nicht so leicht zwischen den ganzen Burgerwagen zu finden. Ein Stand mit frittiertem Eis, ein Stand mit Obststrudeln (für 8 € pro Stück eindeutig zu teuer) und ein Stand mit Cupcakes zum selber zusammenstellen. Das war’s an Süßspeisen, da hatten wir mehr erwartet. Für uns ging es los zu dem Cupcake-Truck „Fat Unicorn Sweets„, der schon durch seine tolle Optik sofort ins Auge fiel.

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Es gab zur Auswahl Vanille oder Schokoladencake als Base, einige unterschiedliche Frostings und verschiedene Toppings. Wir hatten beide die Vanille-Base, einmal mit Lemonfrosting und Marshmallow Topping und einmal mit White Chocolate Frosting und als Topping silberne Kügelchen. Ein Cupcake kostet hier 3 €, ein suuuper Preis, wie wir finden. Vor allem ist er sein Geld wert. Toller Teig, eine wunderbare buttrige Creme, genau wie sie sein muss. Würden wir nur mit den Augen und dem Geschmack und nicht mit dem Magen essen, stünden wir immer noch dort und hätten uns wahrscheinlich schon zu fetten, süßen Einhörnern verwandelt. Der Truck, die Deko, die Idee, die Cupcakes – einfach toll.

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Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang ging es dann zu unserer letzten Station, den  „Holy Dogs“ aus Hamburg. Hot Dogs in der neuen Generation wurden angeboten. 5 verschiedene Hot-Dogs: Klassisch mit Bio-Wiener, Ketchup, Senf, Mischsalat, Schmorzwiebeln, selbst eingelegte Gurkenscheiben und hausgemachte Holy-Soße. Als zweites den Santa Maria mit Beef, Salat, Avocado-Creme und scharfer Salsa. Nummer 3 ist der J.C. Superstar mit Bratwurst, BBQ Soße und Bacon. Die vierte Variante Italian Stallion ist mit Beef, grünem Pesto, Grillgemüse, Rucola und Balsamico-Creme. Der letzte angebotene Hotdog ist der Notre Damager: Beef, Omas Apfel-Rosmarin-Kompott, Ziegenkäse, Walnüsse und Granatapfelkerne.
Wir entschieden uns beide für die klassische Variante. Jetzt im Nachhinein betrachtet fast ein wenig langweilig, aber dort war es besonders voll und wir wollten schnell entscheiden. Bei der Bestellung wurde uns mitgeteilt, dass die Wartezeit 15 Minuten beträgt, ob das für uns in Ordnung wäre. Joa, muss ja. Also warten, warten, warten, bis unsere Namen aufgerufen wurden und der Hot Dog fertig war.

Lecker. Nicht herausragend, wie wir erwartet hatten, aber wirklich gut. Besonders das Brötchen ist zu erwähnen, was absolut kein normales Hot-Dog Brötchen ist. Schwer zu beschreiben, es war knusprig aber trotzdem konnte man es gut beißen und es war einfach besonders geschmackvoll. Und die selbst eingelegten Gurkenscheiben, waaahnsinnig toll. Wie Omas Gurkensalat! Das nächste Mal sind wir mutiger und testen eine andere Variante, das Konzept ist toll und geschmeckt hat es auch. Und der Truck ist auch super schön!

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Sicherlich ein besonderes Highlight für die ganz mutigen unter uns (nein, wir gehören definitiv was Essen angeht nicht dazu): Insektenkoch Frank Ochmann. Heuschrecken, Käferlarven oder Mehlwürmer mit verschiedenen Gewürzen zubereitet. Und wer sich vor lauter Köstlichkeiten nicht entscheiden kann, für den gibt es ein lustiges Krabbel-Allerlei.

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Uns hat die Street-Food-Karawane sehr, sehr gut gefallen. Wir sind froh, dass Bremen ein bisschen was dazu gelernt hat und kommen gerne beim nächsten Mal wieder. Schön wäre, ein bisschen weniger Burger und noch exklusivere Sachen und vor allem: mehr Platz, zum Laufen, Schauen, Essen & Genießen. Und mehr Mülleimer! Ansonsten ein gelungenes Fest und für alle, die morgen noch nichts vor haben: Es lohnt sich, guten Appetit!

One comment

  1. Katharina schreibt:

    Hi Ihr Zwei! Toller Artikel! Habe in Köln auch einen Streetfoodmarkt besucht, war super. Und auch das Insekten-Thema finde ich total spannend. Ich habe mal gebratene Maden oder Raupen probiert, hat schon überwindung gekostet, war aber gar nicht schlecht. Finde diese Street-Food Aktionen auf jeden Fall super – so probiert man mal was Neues. Wir wollen jetzt mal nem guten Freund, der bald für 3 Monate nach Brasilien fliegt, ein Insektengericht kochen. Und ich habe eine Wurmschokolade gekauft (http://snackinsects.com/epages/a1912e88-af41-44f3-a576-4706265b1d46.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/a1912e88-af41-44f3-a576-4706265b1d46/Categories/Shop/DSCHUNGELADE), das wird der Nachtisch 🙂 Bin gespannt, was er dazu sagt. Euch weiterhin alles Gute und bis bald. Kathi

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